7W-Fragen an Peter Loosli

Peter Loosli<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>182</div><div class='bid' style='display:none;'>13684</div><div class='usr' style='display:none;'>73</div>

Peter Loosli unterrichtete von 1984 bis 2018 an der Oberstufe in Rapperswil. In den ersten 25 Jahren unterrichtete er hauptsächlich Musik. In diesem Zusammenhang ist der Konzertchor Rapperswil entstanden. 1987 führte er mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarschule und mit vielen Eltern in der Kirche ein Weihnachtskonzert durch. Aus diesem ersten Konzert entwickelte sich die Tradition der Weihnachtskonzerte in Rapperswil. Der Konzertchor wurde also vor 31 Jahren gegründet. Seither hat der Chor viele Werke aus den verschiedenen Musikepochen aufgeführt. Auch brachte er immer wieder erstklassige Orchester und Solisten nach Rapperswil. Aus dem anfangs vor allem aus Mitgliedern der Gemeinden Rapperswil und Grossaffoltern bestehenden Chor ist mittlerweile ein regionaler Chor geworden. Heute setzt sich der Chor aus Sängerinnen und Sängern aus dem Gebiet zwischen Biel und Bern zusammen.
Am 1. Dezember findet um 18.00 Uhr das Offene Adventssingen in der Kirche Rapperswil statt


Wo sind Sie aufgewachsen?
Ich bin im Berner Jura in einer Täuferfamilie (Mennoniten) aufgewachsen.

Wo wohnen Sie?
Mit meiner Frau, Christine Loosli–Spychiger, wohnen wir seit bald 35 Jahren in Grossaffoltern. Da sind auch unsere drei erwachsenen Kinder gross geworden.

Wie sind Sie zur Musik gekommen?
In den Täuferfamilien hat die Musik eine wichtige Rolle gespielt. Auf den Jurahöhen wurde von den deutschsprachigen Menschen viel gesungen. Die Täufergemeinden hatten damals sehr leistungsstarke Gemeindechöre. Da gehörte es dazu, dass, wer sich durch die Taufe in die Gemeinde aufnehmen liess, auch im Chor mitsang. Jahrelang leitete mein Vater den Chor. Dann wurde er von einem jungen Lehrer übernommen, der uns alle für die klassische Musik begeistern konnte. Wir spielten Instrumente, konnten in Kleingruppen auftreten und durften sehr viel Musik machen. Die Begeisterung wurde auch im Chor gefördert. So wurde ich als Jüngling mit 16 Jahren in einen Chorleiterkurs geschickt, damit ich als Stellvertreter des Chorleiters amten konnte, wenn es nötig wurde. Im Jahr 1976 übernahm ich dann den Chor und leitete ihn während 20 Jahren. Die Ausbildung zum Lehrer und später Sekundarlehrer hatte dazu beigetragen, dass ich auch noch mehr Zeit in die Ausbildung zum Musiker stecken konnte.

Was sind die Herausforderungen für einen Chorleiter?
Wie bringe ich die Menschen nach einem Arbeitstag am Abend zum Singen? Sind die Chormitglieder nach der Probe aufgestellt? Wenn das nicht gelingt, ist etwas schiefgelaufen. Grundsätzlich muss ein Chorleiter selber begeistert sein von der Musik. Er will die Begeisterung auf die Chormitglieder übertragen. Dazu muss er die Menschen gernhaben. Er braucht viel Geduld. Auch das Motivieren können sollte er beherrschen. Jede Chorprobe ist wieder eine neue Herausforderung. Der Chorleiter muss wissen, was er will, damit er die Sängerinnen und Sänger zum Erfolg führen kann.

Was war ein Höhepunkt in Ihrer bisherigen Laufbahn als Chorleiter?
Einen Höhepunkt zu benennen für eine Zeit von mehr als 40 Jahren ist nicht ganz einfach. Trotzdem gibt es verschiedene: die Reisen mit dem Chor nach Tschechien, die Aufführungen der Messa da Requiem von Verdi im Casino in Bern gemeinsam mit dem Cantus Regio aus Thun in den Jahren 2004 und 2011. Die Aufführung der Carmina Burana, des Elias von Mendelssohn. Ganz besondere Höhepunkte waren auch die szenischen Aufführungen der Jahreszeiten von Haydn 2007 in Bern und Thun und im letzten Jahr die der Schöpfung von Haydn in Suberg.

Wo tanken Sie Kraft für den Alltag?
Kraft tanken kann ich bei der Familie, das klingt klischeehaft, ist aber so. Ich bin ein Familienmensch. Dazu werde ich auch in den Chorproben mit Freude und Kraft für den Alltag beschenkt.

Was habe ich noch nicht gefragt, müssten wir aber unbedingt über Sie wissen?
Mein erster Auftritt in der Kirche Rapperswil liegt schon mehr als 50 Jahre zurück. Mitte der 60iger Jahre haben wir, ein kleines Grüppchen aus dem Jura, mit dem damals auch noch jungen Organisten, Ruedi Hunziker, ein Konzert gegeben.

Danke für das Interview
Christine Ris
Autor: Heinz Pfarrer     Bereitgestellt: 29.11.2018     Besuche: 19 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch