Projekt "Umgestaltung des Kirchenraumes"

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Innenraum

Seit einem Jahr läuft das Projekt «Umgestaltung des Kirchenraumes». Am 17. Juni liegt der Kirchgemeindeversammlung nun der Projektierungskredit zur Genehmigung vor. In der zweiten Jahreshälfte sollen die Umgestaltungsideen auf ihre Machbarkeit hin geprüft und eine grobe Kostenschätzung gemacht werden. An dieser Stelle möchten wir gerne den Werdegang des Projektes rekapitulieren und Ihnen die Ideen, die sich herauskristallisiert haben, vorstellen.

Zum Projekt «Umgestaltung des Kirchenraumes»
Bereits 2014 sprach der Kirchgemeinderat über Anpassungen, mit denen der Kirchenraum flexibler genutzt werden könnte. Als die Gemeinde den Wärmeverbund gründete und uns die Möglichkeit in Aussicht stellte, nebst Pfarrhaus und Kirchgemeindehaus auch die Kirche dem Verbund anzuschliessen, nahmen wir die Idee einer Umgestaltung des Kirchenraumes wieder aus der Schublade. Das Projekt «Umgestaltung des Kirchenraumes» entstand.
Im Frühjahr 2017 suchten wir Freiwillige, die am Projekt mitarbeiten wollten. Im August fand ein Abend mit einem Kirchenhistoriker statt. Er erzählte uns von den Besonderheiten im reformierten Kirchenbau, insbesondere der Schweiz. Im Anschluss fand eine erste Diskussion statt. Bis Oktober sammelten wir dann in der Ideenbox in der Kirche Vorschläge, Bedenken und Anregungen. Im November sichteten Frauen und Männer aus dem Kirchgemeinderat, dem Angestelltenteam und interessierte Freiwillige im Rahmen einer Retraite die eingegangenen Vorschläge und Wünsche. Das Spektrum der Voten reichte von Sätzen wie «Alles lassen wie es ist!» bis «Kirchenbänke und Abendmahlstisch raus!»... Mit der Kirche sind viele Gefühle verknüpft, sie ist ein wichtiger öffentlicher Raum. Entsprechend sorgfältig soll eine allfällige Umgestaltung angegangen werden.

Die vier Eckpunkte einer Umgestaltung:
Aus den vielen Beiträgen liessen sich vier Eckpunkte herausarbeiten:

1. Unsere Kirche ist ein Raum der Stille und strahlt eine unvergleichliche Ruhe aus, wirkt hell, weit und warm zugleich. Durch ihre Grösse ist sie vorzüglich geeignet für Festgottesdienste, Beerdigungen, Konfirmationen und Hochzeiten. Das soll so bleiben.
2. Darüber hinaus sollen auch neue Gottesdienstformen möglich sein.
3. Die Kirche soll kinder-, familienfreundlicher und behindertengerechter werden.
4. Und sie soll über gute Voraussetzungen verfügen, um Konzerte und weitere kulturelle Veranstaltungen durchzuführen

In der Folge nahmen die Ideen Gestalt an. Am 19. März fand dann eine Begehung mit dem Denkmalpfleger statt. Seine Einschätzung ist ermutigend. Mit der nötigen Sorgfalt lässt sich einiges auch in einer denkmalgeschützten Kirche realisieren.

Die Umgestaltungsideen:
Hier nun die Umgestaltungsideen, für die wir am 17. Juni einen Projektierungskredit beantragen:

Einige Bänke halbieren und beweglich machen
Die Abschrankung vor der ersten Bankreihe entfernen. Die vier vordersten Bankreihen mobil machen und halbieren, damit sie zum Beispiel halbkreisför-mig angeordnet werden können. So würden sich Sitzgelegenheiten für ca. 50 Personen ergeben. Je nach Bedürfnis könnten auch Halbkreise mit weniger Bankreihen errichtet oder für einen kulturellen Anlass diese Bänke vorübergehend ganz entfernt werden.

Den Abendmahltisch mobil machen
Schienen in den Boden verlegen, damit der Abendmahltisch verschoben werden kann: bis hinten zum Chorgestühl oder bis vorne zum Rand des Chors.

Ein Behinderten-WC und ein kleines Office einbauen
Es bestehen bereits zwei WCs sowie ein kleiner Putzraum auf der rechten Seite neben dem Eingang der Kirche. Der Zugang vom Vorraum der Kirche her ist jedoch nicht behindertengerecht. Idee: Zugang vom Schiff her durch eine Türe zu einem kleinen Office und einem Behinderten-WC mit Wickeltisch. Der Stauraum soll optimal genutzt werden können.

Ein „Stübli“ für Eltern mit Kleinkindern
Auf der linken Seite neben dem Eingang der Kirche liegt die ehemalige Sakristei. Hier soll ein Hütezimmer für Kleinkinder entstehen, damit ihre Begleitpersonen sich bei Bedarf mit ihnen dorthin zurückziehen können. Damit sie trotzdem am Gottesdienst teilnehmen können, soll es eine Tonübertragung aus dem Kirchenraum geben und eine grossflächige Glasscheibe den Durchblick in den Kirchenraum ermöglichen. Zugang ebenfalls vom Kirchenschiff her. Auch hier soll der Raum optimal genutzt werden und den Angestellten soweit wie möglich als Arbeitsraum erhalten bleiben.

Beleuchtung, Lautsprecheranlage und weitere technische Anpassungen
Mit Hilfe eines neuen Lichtkonzeptes soll der Raum je nach Nutzung unter-schiedlich beleuchtet und Raumaufteilungen geschaffen werden können. Die Lautsprecheranlage soll nach Möglichkeit optimiert werden. Weiter sollen Leinwand und Beamer sowie Anschlüsse für Tontechnik für Konzerte fix installiert werden.

Heizung
Die bestehende Elektroheizung soll ersetzt werden. Möglich wäre ein Anschluss an den Rapperswiler Wärmeverbund. Wir erwarten vom Architekturbüro, das die Machbarkeitsstudie erarbeiten würde, Vorschläge, wie man die Kirche unter diesen Voraussetzungen heizen könnte.

Die Machbarkeitsstudie, die mit dem Projektierungskredit in Auftrag gegeben wer-den soll, soll die Grundlage für den Entscheid bieten, welche Vorhaben umgesetzt werden. Anschliessend würden der Versammlung in zwei weiteren Etappen Pla-nungs- und Baukredit vorgelegt werden.

Der Kirchgemeinderat


Autor: Heinz Pfarrer     Bereitgestellt: 25.05.2018    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch